ILA Berlin 2023: Rekordbesuch trotz Proteste und neue Rüstungsprojekte
Franz-Xaver OderwaldILA Berlin 2023: Rekordbesuch trotz Proteste und neue Rüstungsprojekte
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA Berlin) fand vom 10. bis 14. Juni am Flughafen Berlin Brandenburg statt. Seit 1992 wird die Messe dort ausgerichtet, doch ihre Geschichte reicht bis zur ersten internationalen Luftschiffausstellung 1909 in Frankfurt am Main zurück.
Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete in diesem Jahr die Ausstellung persönlich. Präsentiert wurden Innovationen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung – mit 765 Ausstellern aus 37 Ländern.
Am 10. Juni blockierten pro-palästinensische Aktivisten den Zugang zum Geländee. Die Polizei griff ein, um den Weg für Besucher frei zu machen. Trotz der Störungen endete die ILA Berlin mit rund 110.000 Besuchern – ein Anstieg gegenüber den 95.000 im Jahr 2021.
Marie-Christine von Hahn, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), betonte die Bedeutung der Branche als Schlüsselsektor und strategische Infrastruktur. Zudem kündigten acht Rüstungsunternehmen während der Messe an, nach dem Scheitern des FCAS-Projekts gemeinsam ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln.
Die ILA Berlin 2023 zeigte globale Fortschritte in Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungstechnik. Die Veranstaltung verzeichnete mehr Besucher als bei der letzten Auflage. Branchenführer nutzten die Plattform, um die strategische Bedeutung des Sektors und zukünftige Projekte zu unterstreichen.






