16 March 2026, 16:28

Katholische Kirche verliert seit 25 Jahren massiv an Mitgliedern – warum?

Ein Buch, das Bilder verschiedener Räume, Flure und Artefakte innerhalb der katholischen Kirche zeigt, begleitet von Texten, die die Geschichte und Bedeutung der Kirche schildern.

Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder - Katholische Kirche verliert seit 25 Jahren massiv an Mitgliedern – warum?

Katholische Kirche in Deutschland verliert seit 25 Jahren stark an Mitgliedern

Die Zahl der Katholiken in Deutschland ist in den letzten 25 Jahren drastisch gesunken. Bis 2025 ging sie von etwa 26 Millionen im Jahr 2000 auf rund 18 bis 19 Millionen zurück. Zu den Hauptgründen zählen die fortschreitende Säkularisierung, Missbrauchsskandale und rückläufige Taufzahlen.

Aktuelle Zahlen aus Niedersachsen unterstreichen diesen anhaltenden Trend.

Im Jahr 2025 verzeichnete das Bistum Hildesheim 8.843 offizielle Austritte. Damit sank die Zahl der Katholiken dort auf 493.186. Der Rückgang entspricht dem bundesweiten Muster.

Im Bistum Osnabrück gab es 6.702 Austritte, wodurch sich die Gemeinschaft auf 486.439 Mitglieder verringerte. Die dortigen Kirchenvertreter betonten, trotz schrumpfender Zahlen weiterhin im Dialog mit den Gemeinden zu bleiben.

Im Regierungsbezirk Oldenburg traten 3.157 Menschen aus der Kirche aus, sodass die Mitgliederzahl auf 230.623 fiel. Die katholische Gemeinschaft in Bremen umfasste zum Jahresende 55.809 Gläubige. Landesweit bekannten sich in Niedersachsen noch etwa 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben.

Besonders stark ist der Rückgang in Ostdeutschland und in Großstädten. Alternde Gemeinden, finanzielle Kontroversen und veränderte Migrationsströme haben langfristig zu diesem Schwund beigetragen.

Die jüngsten Daten bestätigen den kontinuierlichen Rückgang der Katholikenzahlen in ganz Deutschland. Die Bistümer in Niedersachsen spiegeln diesen Trend wider – Jahr für Jahr verlassen Tausende die Kirche. Nun steht die Institution vor der Herausforderung, sich an eine kleinere, aber im Wandel befindliche Gemeinschaft anzupassen.

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