Köln startet Millionen-Initiative für klimaneutrale Gründerszenen in NRW
Türkan MargrafKöln startet Millionen-Initiative für klimaneutrale Gründerszenen in NRW
Die Universität zu Köln startet eine landesweite Initiative zur Förderung klimaneutraler Gründerszenen. Unter dem Namen Climate Innovation.NRW wird das Projekt Anfang 2026 mit einer Förderung von 1,25 Millionen Euro an den Start gehen. Ziel ist es, Start-ups zu zentralen Akteuren beim Übergang zu einer grünen Wirtschaft zu machen.
Die Initiative entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Gateway Exzellenz Start-up Center der Universität und ihrem Nachhaltigkeitsbüro. Beide Einrichtungen unterstützen bereits Innovationen – die Universität zählt mit ihren gründerfreundlichen Rahmenbedingungen zu den Top drei in Deutschland.
Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Im Mittelpunkt steht ein Qualifizierungsprogramm für Klimaschutz, das im Juni 2026 starten soll. Es soll Gründer:innen dabei helfen, ihre Geschäftsmodelle und Produkte an Klimaziele anzupassen.
Netzwerkveranstaltungen und ein Expert Hub bringen Universitäten, Unternehmen, Start-ups und die Zivilgesellschaft zusammen. Zudem wird das Projekt das Klimaschutzpotenzial neuer Gründungen bewerten und gemeinsame politische Handlungsempfehlungen entwickeln. Damit soll die Region als Standort für nachhaltige Wirtschaft weiter gestärkt werden.
Nordrhein-Westfalen beherbergt bereits 15,9 Prozent der grünen Start-ups Deutschlands und liegt damit hinter Berlin und Bayern auf Platz drei. Spitzenreiter in Sachen Anteil ist jedoch Mecklenburg-Vorpommern, wo 28 Prozent der Gründungen auf Klimalösungen spezialisiert sind. Uni-Präsident Professor Dr. Joybrato Mukherjee betont, dass grüne Start-ups entscheidende Innovationstreiber für Klimaneutralität seien.
Climate Innovation.NRW wird Gründer:innen durch Förderung, Schulungen und Vernetzung dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Investition von 1,25 Millionen Euro unterstreicht den Anspruch der Region, eine Führungsrolle in der grünen Wirtschaft einzunehmen. Bis 2029 soll das Projekt eine neue Welle klimabewusster Unternehmer:innen hervorgebracht haben.






