Krach will Berlins Mietpreisbremse verschärfen – und fordert Wegner zum Tennis-Duell
Franz-Xaver OderwaldKrach will Berlins Mietpreisbremse verschärfen – und fordert Wegner zum Tennis-Duell
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat die Wohnungsfrage zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Er setzt sich für strengere Mietpreisbremse und mehr Transparenz auf dem Berliner Immobilienmarkt ein. Zu seinen Vorschlägen gehören ein neues Mietregister sowie schärfere Kontrollen gegen unfaire Mietverträge.
Krach kritisierte die aktuelle Landesregierung scharf für ihr Krisenmanagement in der Berliner Wohnungsnot. Er warf dem CDU-Bürgermeister Kai Wegner vor, gegen die steigenden Mieten nicht vorzugehen – und forderte ihn sogar zu einem Tennismatch heraus: eine spitze Anspielung auf Wegners Entscheidung, während eines stadtweiten Stromausfalls im vergangenen Jahr Tennis zu spielen.
Der SPD-Kandidat verlangte zudem von Wegner, Bundeskanzler Olaf Scholz und die CDU über die Pläne seiner Partei zur Mietpreisbegenzung zu informieren. Krach betonte, die SPD setze sich bereits länger für bezahlbaren Wohnraum ein als die Linke, und verwies dabei auf die Mitwirkung seiner Partei bei der Einrichtung der Berliner Mietenschiedsstelle.
Mit Blick auf die Zukunft warnte Krach Vermieter, ihre Mietverträge noch vor den anstehenden Kontrollen durch die Mietpreiskontrollbehörden ab Anfang 2027 zu korrigieren. Das geplante stadtweite Mietregister nannte er eine „bahnbrechende Entwicklung“, die unfaire Preispraktiken aufdecken werde. Zudem fordert die SPD eine bundesweite Opt-out-Klausel, die es Ländern wie Berlin ermöglichen würde, bei Bedarf wieder Mietpreisbremse einzuführen.
Krachs Wahlkampf konzentriert sich auf schnelle Lösungen, um die Wohnungsnot zu lindern. Das vorgesehene Mietregister und die verschärften Kontrollen sollen für mehr Fairness auf dem Markt sorgen. Sollte er gewählt werden, könnten seine Pläne die Festsetzung und Überwachung von Mieten in Berlin grundlegend verändern.






