08 May 2026, 14:30

Krisenbonus scheitert: Bundesländer blockieren geplante Entlastung für Arbeitnehmer

Alte deutsche 1000-Pfennig-Banknote von 1900 mit Abbildung eines Mannes auf schwarzem Hintergrund, mit Text und Zahlen zur Angabe des Nennwerts.

Krisenbonus scheitert: Bundesländer blockieren geplante Entlastung für Arbeitnehmer

Geplanter Krisenbonus scheitert an Ablehnung der meisten Bundesländer

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Einführung eines Krisenbonus hat einen schweren Rückschlag erlitten, nachdem die Mehrheit der Bundesländer den Plan abgelehnt hat. Die Maßnahme sollte Arbeitnehmern helfen, die mit den durch den Krieg im Iran gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Nun muss die Bundesregierung über den Vermittlungsausschuss einen Kompromiss finden.

Der Krisenbonus hätte es Arbeitgebern ermöglicht, ihren Beschäftigten bis Juni 2027 eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zu zahlen. Kritiker warnten jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Arbeitnehmer tatsächlich davon profitieren würde, was die Regelung ungerecht mache. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Mitglied, argumentierte, dass Steuerreformen ein besserer Weg wären, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten.

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Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) verwies auf die Belastung der öffentlichen Haushalte. Er schätzte, dass der Bonus zu Mindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro führen würde, wobei die Länder zwei Drittel dieser Summe tragen müssten und die Kommunen mit 700 Millionen Euro belastet würden. Die Bundesregierung hatte zudem eine Kostenerstattung für die Gemeinden abgelehnt.

Obwohl die Länder einen Großteil der finanziellen Last hätten schultern sollen, waren sie in die frühen Planungen nicht eingebunden. Schwesig forderte stattdessen schnellere Steuerreformen, die ihrer Meinung nach eine breitere Entlastung bieten würden als der Bonus.

Da sich die meisten Bundesländer gegen den Krisenbonus ausgesprochen haben, muss die Bundesregierung nun im Vermittlungsausschuss eine Lösung aushandeln. Die Ablehnung lässt die Zukunft der geplanten finanziellen Entlastung ungewiss. Steuerreformen bleiben eine mögliche Alternative, um die Belastung der Haushalte zu verringern.

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