Maria Kolesnikowas mutiger Kampf für Demokratie wird mit dem Karlspreis geehrt
Türkan MargrafSpätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowas mutiger Kampf für Demokratie wird mit dem Karlspreis geehrt
Die bekannte belarussische Oppositionsaktivistin Maria Kolesnikowa erhielt 2022 den Internationalen Karlspreis – und zwar noch während ihrer Haft. Die Auszeichnung würdigte ihren Mut im Kampf für Demokratie und freie Wahlen. Weil sie sich weigerte, Belarus zu verlassen, wurde sie zu elf Jahren in einer Strafkolonie verurteilt.
Der seit 1950 jährlich verliehene Karlspreis ehrt Persönlichkeiten, die sich für die europäische Einigung einsetzen. Zu den früheren Preisträgern zählen Papst Franziskus, Emmanuel Macron und Bill Clinton. 2023 ging die Auszeichnung an Mario Draghi.
Kolesnikowa wurde der Preis 2022 in einer Feierstunde im Aachener Krönungssaal überreicht. Die Veranstalter nannten dies ein "kraftvolles Zeichen der Solidarität" mit ihrem Kampf. Seit 2020 saß sie wegen ihrer Rolle bei Protesten gegen die Regierung von Alexander Lukaschenko im Gefängnis.
Nach ihrer Freilassung im Dezember 2025 erhielt Kolesnikowa in Deutschland politisches Asyl. Über ihre aktuellen Aktivitäten oder die politische Lage in Belarus lagen im März 2026 keine bestätigten Informationen vor.
Die Auszeichnung unterstrich Kolesnikowas Entschlossenheit, trotz aller Risiken in Belarus zu bleiben. Über fünf Jahre dauerte ihre Haft an, bevor sie in Deutschland Schutz fand. Der Karlspreis bleibt eine der renommiertesten europäische Ehrungen für Verteidiger der Demokratie.