17 April 2026, 00:32

Neue Regeln für Altkleider: Landkreis ändert Sammelsystem radikal

Altes Foto eines Kleiderladens mit Kleiderstangen, Hutständern, einem Spiegel, einem Stuhl, einem Tisch mit Gegenständen, Vorhängen und Deckenleuchten.

Neue Regeln für Altkleider: Landkreis ändert Sammelsystem radikal

Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Alttextil-Sammlung

Nach dem Zusammenbruch des Secondhand-Kleidermarkts und der Insolvenz mehrerer Sortieranlagen passt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Sammlung von Alttextilien an. Ziel der Behörden ist es, Kosten zu senken und die Qualität der gespendeten Materialien zu verbessern.

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Das bisherige System mit frei zugänglichen Sammelcontainern wird schrittweise abgeschafft. In Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön sind die Behälter bereits entfernt worden. Stattdessen setzt der Landkreis auf weniger, aber zentralisierte und möglichst betreute Annahmestellen, um Verunreinigungen und Betriebskosten zu reduzieren.

Die neue zentrale Abgabestelle befindet sich am Recyclinghof Kaltennordheim, In der Aue 20. Dort werden tragbare, saubere Textilien wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen, Gürtel und Schals angenommen. Die Bürger werden darauf hingewiesen, keine Säcke oder Abfälle neben den Containern zurückzulassen, da dies den Mitarbeitern zusätzliche Arbeit bereitet.

Einige Artikel werden künftig nicht mehr entgegengenommen, darunter stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Stoffe, Teppiche, Matratzen und Hausmüll. Auch Elektronikschrott, Kunststoffe und Papier gehören nicht in die Altkleidersammlung.

Die Öffnungszeiten des Recyclinghofs variieren je nach Wochentag. Von Dienstag bis Samstag hat die Annahmestelle geöffnet, wobei die genauen Zeiten an Werktagen unterschiedlich sind. Jährlich sammelt der Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien, deren Erlöse bisher dazu beitrugen, die Abfallgebühren für die Bürger stabil zu halten.

Mit den Änderungen sollen die Abläufe effizienter gestaltet und die Einnahmen aus dem Textilrecycling gesichert werden. Durch weniger, aber besser überwachte Sammelstellen erhofft sich der Landkreis eine höhere Materialqualität. Die Bürger müssen bei der Abgabe von Alttextilien künftig die aktualisierten Richtlinien beachten.

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