19 February 2026, 21:01

Niedersachsen investiert Millionen in neues Bildungsforschungszentrum in Lüneburg

Gebäude der Calamba City Science High School mit einem Namensschild, Pflanzen, einer Fahne, einem Tor, einem Pfahl und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Niedersachsen investiert Millionen in neues Bildungsforschungszentrum in Lüneburg

Niedersachsen gründet neues Zentrum für empirische Bildungsforschung (ZEB) in Lüneburg

Das Land Niedersachsen richtete ein neues Zentrum für empirische Bildungsforschung (ZEB) in Lüneburg ein. Das Projekt wird über sechs Jahre mit 5,8 Millionen Euro gefördert – finanziert aus dem Landesprogramm zukunft.niedersachsen und von der VolkswagenStiftung. Laut Behörden soll das Zentrum dazu beitragen, zukünftige Bildungspolitik auf der Grundlage solider wissenschaftlicher Erkenntnisse zu gestalten.

Geleitet wird das ZEB gemeinsam von der Leuphana Universität Lüneburg und der Leibniz Universität Hannover. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Daten zu sammeln, die Entscheidungen in Schulen und der öffentlichen Verwaltung fundiert unterstützen können. Bildungsministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) betonte die Notwendigkeit eines solchen Zentrums angesichts wachsender Herausforderungen wie dem Umgang mit Vielfalt, der Stärkung grundlegender Kompetenzen sowie der Förderung von Inklusion und digitalem Lernen.

Zusätzlich fließen 4,1 Millionen Euro in verwandte Forschungsprojekte im Rahmen der neu gegründeten "Forschungsallianz für Interventions-, Implementierungs- und Transferforschung". Beteiligt sind neben den beiden Hauptträgern auch die Technische Universität Braunschweig und die Universität Hildesheim. Ihr Fokus liegt darauf, Forschungsergebnisse in praktische Lösungen für den Unterricht und die Politik umzusetzen.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) bezeichnete das Zentrum als Instrument, um drängende Bildungsfragen mit wissenschaftlicher Präzision anzugehen. Er unterstrich, wie wichtig es sei, Entscheidungen an den realen Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern auszurichten. Das ZEB solle als Brücke zwischen Forschung, Politik und Verwaltung wirken, um Fachwissen auszutauschen und evidenzbasierte Politik zu ermöglichen.

Das Zentrum wird sechs Jahre lang mit einem Gesamtbudget von knapp 10 Millionen Euro arbeiten. Seine Erkenntnisse sollen die Bildungspolitik in Niedersachsen und darüber hinaus prägen. Das Projekt vereint Universitäten, Landesförderung und Forschungsinitiativen, um datengestützte Entscheidungsfindung in Schulen zu stärken.