05 April 2026, 06:25

PKV-Verband fordert Nachbesserungen beim neuen Apothekenversorgungsgesetz

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen."

PKV-Verband fordert Nachbesserungen beim neuen Apothekenversorgungsgesetz

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat auf die jüngsten Änderungen im deutschen Apothekenversorgungsrecht reagiert. Zwar unterstützt der Verband die Bestrebungen, die Rolle der Apotheker auszubauen, fordert jedoch zentrale Anpassungen bei der Finanzierung und der Bewertung der Leistungen.

Die Stellungnahme folgt auf die Einführung des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG), das darauf abzielt, Apotheken stärker in Prävention und Früherkennung von Erkrankungen einzubinden. Doch der Verband warnt, dass einige der geplanten Maßnahmen für Patienten keinen klaren Nutzen bringen könnten.

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Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken (VOASG) im Jahr 2020 ist die Nachfrage nach Apothekenleistungen gestiegen. So nahmen Patientenberatungen bis 2023 um 15–20 Prozent zu, und auch Medikationsmanagement-Programme verzeichneten eine höhere Inanspruchnahme. Dennoch blieben viele der hierfür vorgesehenen Mittel ungenutzt, sodass diese Angebote weiterhin eine Nischenrolle einnehmen.

Der PKV-Verband betont, dass vor einer weiteren Ausweitung der Leistungen zunächst eine Evaluation hätte erfolgen müssen. Zudem stellt er infrage, ob Beratungen zu Verhaltensrisiken – etwa zu Ernährung oder Lebensstil – für Patienten einen messbaren Mehrwert bieten. Die Komplexität, solche Ratschläge in den Apothekenalltag zu integrieren, wirft zudem praktische Bedenken auf.

Bei der Finanzierung kritisiert der Verband das aktuelle System als unwirksam. Er fordert neue gesetzliche Regelungen, die eine individuelle Abrechnung für privatversicherte Patienten ermöglichen. Dadurch sollen pharmazeutische Leistungen wie Impfungen oder Beratungen fair vergütet werden. Zudem unterstützt der Verband Preisverhandlungen für Rezepturarzneimittel und betont, dass Effizienzgewinne auch Privatversicherten und ihren Versicherten zugutekommen müssen.

虽然 der Verband Initiativen wie die Notfallversorgung mit Medikamenten ohne Rezept begrüßt, bleibt er skeptisch, ob verschreibungspflichtige Arzneimittel in Akutfällen ohne Rezept abgegeben werden sollten. Er spricht sich für klarere Preisregelungen bei Rezepturen aus, pocht jedoch darauf, dass private Krankenversicherer in künftigen Verhandlungen, die ihre Versicherten betreffen, stärker einbezogen werden.

Die Rückmeldung des Verbandes zeigt sowohl Zustimmung als auch Vorbehalte gegenüber den neuen Apothekenversorgungsgesetzen. Gefordert werden bessere Finanzierungsmodelle, transparentere Nutzenbewertungen der Leistungen sowie eine stärkere Mitsprache der Privatversicherer in politischen Diskussionen.

Sollten die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise, wie Apotheken erweiterte Gesundheitsleistungen in Deutschland anbieten und abrechnen, grundlegend verändern.

Quelle