30 March 2026, 00:27

Prien will Alkohol für 14- und 15-Jährige komplett verbieten

Karte von Australien in Rot geschattete, um verschiedene Prozentanteile von unteralter Teenagern je Bundesstaat anzuzeigen, mit Text unten, der besagt "Underage Teenagers Can Be Put on the Sex Offender List for Having Consensual Sex."

Prien will Alkohol für 14- und 15-Jährige komplett verbieten

Bundesfamilienministerin Karin Prien will das begleitete Trinken von Alkohol für 14- und 15-Jährige verbieten. Nach der aktuellen Regelung dürfen Jugendliche dieses Alters Bier, Wein oder Sekt trinken, wenn ein Elternteil oder eine erziehungsberechtigte Person anwesend ist. Die geplante Änderung würde diese Ausnahme vollständig streichen.

Der Vorstoß ist Teil einer umfassenden Reform des Kinder- und Jugendschutzrechts. Die Bundesregierung begründet die Verschärfung damit, dass strengere Regeln nötig seien, um junge Menschen besser vor den Gefahren von Alkohol zu schützen. Der Gesetzentwurf sieht vor, das Jugendschutzgesetz zu ändern und die langjährige Sonderregelung für das "begleitete Trinken" abzuschaffen. Wird das Gesetz verabschiedet, dürfen 14- und 15-Jährige künftig auch mit elterlicher Erlaubnis keinen Alkohol mehr kaufen oder konsumieren. Das Ministerium verspricht sich davon eine Verringerung von Gesundheitsrisiken, aggressivem Verhalten und Vernachlässigung, die mit frühem Alkoholkonsum einhergehen.

Der Entwurf verweist zudem auf die wachsende Sorge über steigende Suchtraten bei Jugendlichen. In den vergangenen fünf Jahren hat die öffentliche Debatte über Alkoholprävention bei jungen Menschen an Fahrt aufgenommen. Kampagnen wie "bunt statt blau" und Initiativen wie der "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin" drängen auf schärfere staatliche Maßnahmen. Diese Bestrebungen fallen in eine Zeit, in der der Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt rückläufig ist: Der regelmäßige Alkoholkonsum bei 12- bis 17-Jährigen sank von 21,2 Prozent im Jahr 2004 auf 9,7 Prozent im Jahr 2023. Auch die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholvergiftungen in dieser Altersgruppe ging zurück – von 11.472 Fällen im Jahr 2022 auf 9.263 im Jahr 2023.

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Der Gesetzentwurf wird derzeit mit beteiligten Kreisen beraten. Die Abgeordneten streben an, die Reform noch vor Jahresende zu verabschieden. Sollte das Gesetz in Kraft treten, schließt es eine rechtliche Grauzone, die es jungen Teenagern bisher ermöglichte, unter Aufsicht Alkohol zu trinken. Eltern und Erziehungsberechtigte dürfen dann 14- und 15-Jährigen keinen Alkoholkonsum mehr erlauben. Die Regierung erhofft sich von der Neuregelung eine Stärkung der Präventionsarbeit und eine langfristige Verringerung der Risiken, die mit frühem Alkoholkonsum verbunden sind.

Quelle