25 February 2026, 17:15

Reform des Gebäudeenergiegesetzes bringt Klarheit für Wärmepumpen und Heizungen

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Förderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Reform des Gebäudeenergiegesetzes bringt Klarheit für Wärmepumpen und Heizungen

Deutschlands Gebäudeenergiegesetz steht vor einer grundlegenden Reform – damit löst die regierende Ampelkoalition ein zentrales Wahlversprechen ein. Die Neuregelung soll die monatelange Unsicherheit beenden, die seit Amtsantritt der aktuellen Regierung herrscht. Sowohl Verbraucher als auch Hersteller verfolgen die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, während die Nachfrage nach Wärmepumpen im Vorfeld der Änderungen stark ansteigt.

Das überarbeitete Gesetz, das nun den Namen Gebäudemodernisierungsgesetz trägt, sieht vor, die Fördergelder für Wärmepumpen mindestens bis 2029 zu verlängern. Zudem erlaubt es den Einbau neuer Heizsysteme auf Öl- oder Gasbasis – allerdings nur unter der Auflage, bis 2029 auf Biobrennstoffe umzustellen. Bestehende Öl- und Gasheizungen bleiben von der Regelung ausgenommen, doch neue Anlagen müssen weiterhin einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien erfüllen.

Bereits 2025 ist die Nachfrage nach Wärmepumpen um 55 Prozent gestiegen: 299.000 Geräte wurden verkauft – trotz der anhaltenden Debatten über die Zukunft des Gesetzes. Viele Käufer scheinen bestrebt, die staatlichen Zuschüsse noch vor möglichen Anpassungen des Förderprogramms zu sichern.

Der führende Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron begrüßt die Reform. Allerdings warnte Geschäftsführer Kai Schiefelbein davor, den Antragsprozess für die Fördermittel zu verkomplizieren. Zudem betonte er, dass chinesische Konkurrenten – gestützt durch staatliche Subventionen und niedrigverzinsliche Kredite – einen unfairen Wettbewerbsvorteil erhalten könnten, falls europäische Hersteller nicht ähnlich unterstützt würden.

Die Novelle bringt dringend benötigte Klarheit in eine lange umstrittene Gesetzesvorlage. Mit gesicherten Fördermitteln und einem gestuften Umstellungsplan hofft die Regierung, ökologische Ziele mit praktischen Erfordernissen in Einklang zu bringen. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie reibungslos die neuen Regeln umgesetzt werden – und ob europäische Hersteller im Wettbewerb bestehen können.