12 April 2026, 02:28

Rheinische Post übernimmt zwei große Regionalzeitungen in NRW

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift 'Weitpreubliche Zeitung', die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Atmosphäre zeigt.

Rheinische Post übernimmt zwei große Regionalzeitungen in NRW

Zwei der einflussreichsten Regionalzeitungen Deutschlands sind an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft worden. Der im März abgeschlossene Deal umfasst die Westfälischen Nachrichten aus Münster und das Westfalen-Blatt aus Bielefeld. Gemeinsam erreichen die beiden Titel rund 152.300 zahlende Leser in Münsterland und Ostwestfalen.

Verantwortet wurde der Verkauf von Benedikt und Eduard Hüffer, den geschäftsführenden Gesellschaftern von Aschendorff, die 50 Prozent bzw. 8,8 Prozent der Unternehmensanteile halten. Statt einen wettbewerbsorientierten Bieterprozess zu eröffnen, verhandelten sie exklusiv mit der Rheinischen Post. Andere potenzielle Käufer wie Funke oder Mediahuis wurden nicht aufgefordert, Angebote abzugeben.

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Den Hüffer-Brüdern war es wichtig, einen Käufer zu finden, der ihre Werte teilt. Sie suchten einen Partner, der sich zu einer engeren Einbindung der Anspruchsgruppen, zum Wohl der Mitarbeiter und zu einer konservativ-liberalen redaktionellen Ausrichtung bekennt. Die Rheinische Post erfüllte diese Kriterien und passt damit gut zur journalistischen Identität der Westfälischen Nachrichten und des Westfalen-Blatts.

Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Zudem ist noch unklar, ob der neue Eigentümer einen gemeinsamen überregionalen oder regionalen Teil in den übernommenen Titeln einführen wird.

Der Verkauf markiert einen bedeutenden Wandel für die Regionalmedien in Nordrhein-Westfalen. Die kombinierte Auflage der verkauften Zeitungen liegt bei über 150.000 Exemplaren. Die endgültige Umsetzung hängt nun von der kartellrechtlichen Freigabe und den künftigen redaktionellen Entscheidungen der Rheinischen Post ab.

Quelle