26 March 2026, 20:25

Sieben Bundesländer fordern Rettung der deutschen Chemieindustrie vor Jobverlusten

Balkendiagramm, das die Kohlendioxidemissionen in Deutschland mit begleitendem Erklärtext zeigt.

Sieben Bundesländer fordern Rettung der deutschen Chemieindustrie vor Jobverlusten

Sieben deutsche Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell zu handeln und die angeschlagene chemische Industrie zu unterstützen. Sie warnen, dass ohne dringende Maßnahmen zehntausende Arbeitsplätze in der Branche verloren gehen könnten. Gleichzeitig kritisierten die Länder die aktuelle "Chemie-Agenda 2045" als unzureichend, um die Probleme der Industrie zu lösen.

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Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte die gravierenden Risiken für die chemische Industrie. Er wies darauf hin, dass Werksschließungen an zentralen Verbundstandorten ganze Lieferketten in Deutschland und Europa gefährden könnten. Der Sektor beschäftigt direkt rund 585.000 Menschen – viele von ihnen stünden vor einer unsicheren Zukunft, falls die notwendige Unterstützung ausbleibe.

Die Länder fordern mehrere Sofortmaßnahmen: Sie verlangen wettbewerbsfähige Strom- und Gaspreise für Chemieunternehmen sowie eine Verlängerung der kostenlosen Zuteilung von Emissionszertifikaten auf dem Niveau von 2025. Zudem soll die Industrieemissionsrichtlinie (IED) vorübergehend ausgesetzt werden. Darüber hinaus pochen sie auf schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, um bürokratische Hürden abzubauen.

Um Arbeitsplätze zu sichern, setzen sich die Länder für die zügige Umsetzung eines 350-Millionen-Euro-Beschäftigungssicherungsfonds für die Jahre 2026 bis 2027 ein. Sie betonten, dass die Chemie-Agenda durch konkrete Schritte untermauert werden müsse – bloße Langfristpläne reichten nicht aus. Die Gruppe versprach, weiterhin eng zusammenzuarbeiten, um Lösungen für die Zukunft der Branche zu erarbeiten.

Die sieben Bundesländer haben deutlich gemacht, dass Verzögerungen bei der Unterstützung die Krise der deutschen Chemieindustrie verschärfen könnten. Zu ihren Forderungen zählen niedrigere Energiekosten, entlastende Regularien sowie sofortige Finanzhilfen zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Ohne diese Schritte seien die Stabilität der Branche und die Jobs ihrer Beschäftigten weiter akut gefährdet.

Quelle