Skandal-Urteile in der Oberliga: Zu viele Auswechslungen ändern Abstiegsdrama
Meryem DobesSkandal-Urteile in der Oberliga: Zu viele Auswechslungen ändern Abstiegsdrama
Ein regionales Fußballsportgericht hat die Ergebnisse zweier entscheidender Spiele in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar nachträglich geändert. Die Entscheidungen folgen auf Regelverstöße wegen zu vieler Auswechslungen. Beide Urteile wirken sich auf den Abstiegskampf aus – bei nur noch vier ausstehenden Spieltagen.
Im ersten Fall hatte der FC Cosmos Koblenz beim 2:1-Sieg gegen den FC Rot-Weiß Koblenz eine vierte Auswechslung vorgenommen, obwohl die Ligaregeln nur drei erlauben. Zwar bleibt das ursprüngliche 2:1-Ergebnis bestehen, doch das Sportgericht entzog Cosmos Koblenz rückwirkend alle drei Punkte aus dieser Partie.
In einem weiteren Vorfall setzte der FV Diefflen im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein einen sechsten Spieler ein – und überschritt damit das Limit von fünf Auswechslungen. Das Gericht kehrte das ursprüngliche Ergebnis um, sprach Idar-Oberstein einen 2:0-Sieg zu und wertete die Partie für Diefflen mit 0:2. Diese Entscheidung ist unanfechtbar.
Die Korrekturen haben die Tabelle durcheinandergebracht: Idar-Oberstein überholt Diefflen und verbessert damit die Chancen auf den Klassenverbleib. Gleichzeitig geraten die Mannschaften aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal durch die Änderungen stärker in Abstiegsgefahr.
Die Urteile des Sportgerichts sind nun rechtskräftig, beide Spiele wurden offiziell in den Unterlagen berichtigt. Der FC Rot-Weiß Koblenz und der FC Cosmos Koblenz bleiben unbedroht im Mittelfeld der Tabelle. Die Änderungen erhöhen jedoch den Druck auf die Teams am Tabellenende, die nur noch vier Spiele Zeit haben, um den Abstieg abzuwenden.






