Solingen plant radikale Innenstadt-Neugestaltung – doch Fortschritte bleiben unsichtbar
Franz-Xaver OderwaldSolingen plant radikale Innenstadt-Neugestaltung – doch Fortschritte bleiben unsichtbar
Die Solinger Innenstadt steht in den kommenden Jahren vor einer ihrer größten kommunalpolitischen Herausforderungen. Die geplante Neugestaltung hat bereits weitreichende Diskussionen ausgelöst, doch seit 2019 sind laut unabhängigen Beobachtern kaum sichtbare Fortschritte zu erkennen.
Bezirksbürgermeister Dirk Errestink (CDU) räumt die Komplexität der Aufgabe ein. Die Erarbeitung eines Masterplans werde Zeit benötigen, eine schnelle Lösung gebe es nicht, betont er. Mit Baumaßnahmen sei erst zu rechnen, wenn eine umfassende Strategie für das Gebiet vorliege.
Das Umgestaltungsprojekt des Fronhof-Platzes hat bereits breite Unterstützung aus der politischen Mitte des Stadtrats erhalten. Errestink sieht darin einen Baustein einer übergeordneten Vision für die Stadt und kein Einzelprojekt. Erste positive Anzeichen für Fortschritte – auch dank Bürgerbeteiligung – seien bereits erkennbar.
Die Initiative Mitteschmiede, vertreten durch Guido Eusani, hat eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Innenstadt übernommen. Gleichzeitig läuft die Frist für die endgültigen Förderanträge im Rahmen des Integrierten Städtischen Entwicklungskonzepts (ISEK) im Herbst ab.
Bis zum Herbst muss die Stadt ihre Förderanträge einreichen, um voranzukommen. Errestink hofft, dass durch die Einbindung der Öffentlichkeit neuer Schwung in das Vorhaben kommt. Doch der Prozess erfordere Geduld und sorgfältige Planung, bevor sichtbare Veränderungen umgesetzt werden könnten.






