27 April 2026, 06:28

SoVD-Präsidentin attackiert Merz' Rentenpläne als "ängstigend und ungerecht"

Altes deutsches Regierungsdokument mit einem kreisförmigen, schwarz umrandeten Stempel auf gelbem Papier, geschrieben in schwarzer Tinte.

SoVD-Präsidentin attackiert Merz' Rentenpläne als "ängstigend und ungerecht"

SoVD-Präsidentin Michaela Engelmeier hat die Welfare- und Rentenreformen der Regierung scharf angegriffen. Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen die Pläne von Bundeskanzler Friedrich Merz, die ihrer Meinung nach in der Bevölkerung weit verbreitete Ängste schüren. Auch die Gesundheitsreformen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bezeichnete sie als ungerecht und schädlich.

Der Streit eskalierte, als Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken erklärte, die gesetzliche Rente werde künftig "im besten Fall nur noch den Grundbedarf decken". Später präzisierte er auf der Tagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Marburg, dass das System zwar zentral bleibe, aber eine Neuausrichtung der drei Rentensäulen erfordere.

Engelmeier konterte vehement und warf Merz vor, das Vertrauen in die gesetzliche Rente zu untergraben. Seine Äußerungen würden "Millionen Menschen verängstigen", erklärte sie. Sein Versuch, der Rentenkommission vorzugreifen, sei "völlig inakzeptabel". Die geplanten Kürzungen beim Krankengeld nannte sie "absolut unverständlich" und "höchst unsolidarisch".

Kritik übte sie auch an den Plänen zur Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner, die sie als "völlig falsch" bezeichnete. Davon wären vor allem Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen überproportional betroffen. Stattdessen forderte sie gezielte Reformen, darunter Verbesserungen am Arbeitsmarkt und eine schrittweise Erhöhung des Rentenniveaus auf 53 Prozent.

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Zudem verlangte Engelmeier, dass der Staat die Rentenbeiträge von Sozialhilfeempfängern aus Steuermitteln finanziert. Sie rief die Minister auf, die Reformen im heutigen Kabinettstopf zu stoppen, und warnte vor schweren sozialen Folgen.

Die ablehnende Haltung des SoVD unterstreicht die tiefen Gräben in der Sozial- und Rentendebatte. Engelmeiers Forderungen zielen darauf ab, die gesetzliche Rente zu stärken und Kürzungen bei Krankengeld und Ehegattenleistungen zu verhindern. Die Regierung steht nun unter Druck, ihren Kurs zu überdenken, bevor die Reformen weiter voranschreiten.

Quelle