21 February 2026, 06:54

Stefanie Hertels DDR-Kindheit: Von Reif auf der Decke zum Musikstar

Eine Gruppe von Kindern in traditioneller bayrischer Tracht tanzt auf einer Straße, umgeben von einer Menge, Zelten, Laternenmasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel, wobei einige Kinder Shorts und Schuhe tragen.

Stefanie Hertels DDR-Kindheit: Von Reif auf der Decke zum Musikstar

Stefanie Hertel, heute 46, verbrachte ihre Kindheit im ländlichen Vogtland der ehemaligen DDR. Das Leben dort war entbehrungsreich – ohne Zentralheizung und mit einem Plumpsklo –, doch blickt sie auf diese Jahre mit Wärme zurück. Schon als Kind feierte sie in der DDR Erfolge als Star, lange bevor ihre Tochter in ihre musikalischen Fußstapfen trat.

In den 1980er-Jahren war es in Hertels Zuhause so kalt, dass sich im Winter Reif auf ihrer Decke bildete. Die Region Vogtland, wie weite Teile der DDR, kannte kaum moderne Annehmlichkeiten: Die Straßen waren marode, Konsumgüter Mangelware, und die Wohnverhältnisse bescheiden. Während Westdeutschland über fortschrittliche Infrastruktur und wirtschaftliche Freiheit verfügte, herrschte in der DDR staatlich gelenkter Sozialismus – mit Reisebeschränkungen, niedrigen Löhnen und der ständigen Kontrolle durch die SED.

Trotz dieser Härten bewahrt Hertel schöne Erinnerungen an ihre Jugend. Sie schwärmt vom Fahren mit dem Simson-Moped und von Familienurlauben mit dem Trabi an die Ostsee. Ihr musikalisches Talent zeigte sich früh, und sie baute sich eine Karriere als Kinderstar in der DDR auf.

Ihre Tochter Johanna Mross entdeckte ebenfalls die Musik für sich – allerdings auf ihre eigene Weise. Zunächst zur Konditorin ausgebildet, fand sie über das Projekt Spirit of Christmas zurück zum Gesang. Kürzlich teilte sie ein nostalgisches Kinderfoto mit ihren Fans. Seit 2019 treten Johanna, Stefanie und Lenny Lanner als Familien-Trio auf und verbinden so die musikalischen Generationen.

Hertels Prägung in der DDR formte ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Liebe zur Musik. Der Weg ihrer Tochter, wenn auch anders, spiegelt dieselbe Leidenschaft wider – ohne elterlichen Druck. Gemeinsam stehen sie weiter auf der Bühne und schaffen so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart durch ihre gemeinsame Kunst.