08 May 2026, 12:22

Streit um steuerfreien 1.000-Euro-Bonus: Länder wehren sich gegen Bundespläne

Plakat mit Text und Logo, dasAmerikaner sparen $5,5 Milliarden jährlich durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung zur Reduzierung von Überziehungs- und Scheckgebühren.

Streit um steuerfreien 1.000-Euro-Bonus: Länder wehren sich gegen Bundespläne

Ein neuer Gesetzentwurf in Deutschland würde es Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten bis Mitte 2027 einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro zu zahlen. Die Bundesregierung begründet die Maßnahme damit, dass sie Bürgerinnen und Bürgern helfen solle, die mit hohen Energiekosten und den Folgen des anhaltenden Konflikts im Iran zu kämpfen haben. Doch der Vorschlag stößt bei den Länderchefs auf heftigen Widerstand – vor allem wegen finanzieller Bedenken.

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Der steuerfreie Bonus orientiert sich an früheren Modellen, die während der Coronavirus-Pandemie und der Ukraine-Energiekrise eingeführt wurden. Dem Plan zufolge könnten Unternehmen bis zum 30. Juni 2027 Zahlungen ohne Abzüge leisten. Schätzungen zufolge würde die Befreiung die Steuereinnahmen der Länder um bis zu 2,8 Milliarden Euro mindern.

Kritik kommt aus mehreren Bundesländern. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel forderte die Bundesregierung auf, die Kommunen für ein erwartetes Fehlvolumen von 700 Millionen Euro zu entschädigen. Auch Baden-Württembergs scheidender Ministerpräsident Winfried Kretschmann verurteilte die Finanzierungsstrategie und argumentierte, sie verlagere die Kosten ungerechtfertigt auf die Länder.

Die Ländervertreter werfen der Bundesregierung zudem vor, von einer weiteren geplanten Steuererhöhung – diesmal auf Tabakwaren – zu profitieren, während die Haushalte der Regionen belastet blieben. Ihr Widerstand unterstreicht die wachsenden Spannungen bei der Verteilung finanzieller Lasten zwischen Bund und Ländern.

Trotz des Widerstands der Länder wird der Gesetzentwurf nun vorangetrieben. Bei einer Verabschiedung könnten Arbeitnehmer mehr als drei Jahre lang steuerfreie Boni erhalten. Gleichzeitig müssen die Landesregierungen Wege finden, um die durch die Befreiung entstandenen Mindereinnahmen auszugleichen.

Quelle