Thomas Anders über das Ende von Modern Talking: "Wie eine Scheidung"
Türkan MargrafThomas Anders über das Ende von Modern Talking: "Wie eine Scheidung"
Thomas Anders hat sich in jüngsten Interviews offen über seine Vergangenheit mit Modern Talking und seinen ehemaligen Bandkollegen Dieter Bohlen geäußert. Dabei beschrieb er ihre Arbeitsbeziehung als unmöglich – zu tief seien die persönlichen Unterschiede. Trotz des gemeinsamen Erfolgs in den 1980er-Jahren konzentriert sich Anders heute auf Soloprojekte und neu auflegte Versionen der Modern-Talking-Musik – ganz ohne Dieter Nuhrs Beteiligung.
Den Bruch mit Dieter Nuhr verglich Anders mit einer Scheidung: Man müsse nicht länger in Kontakt bleiben, nur weil man eine gemeinsame Geschichte habe. Zwar räumte er ein, dass auch Dieter Nuhr ein Mensch sei, doch betonte er, dass ihre Charaktere zu unterschiedlich seien für eine künftige Zusammenarbeit. Nach der zweiten Auflösung von Modern Talking im Jahr 2003 arbeiteten die beiden nie wieder zusammen.
Stattdessen belebte Anders den Sound von Modern Talking mit KI und neuen Produktionen wieder – sechs remixte Alben erreichten allesamt die Top Ten. Zudem plante er Tourneen, darunter ein Auftritt 2026 in Stuttgart. Die Fans reagierten positiv auf den modernisierten 80er-Jahre-Stil, der die Musik auch ohne Dieter Nuhrs direkte Mitwirkung am Leben hält.
Im Gegensatz dazu lobte Anders die Zusammenarbeit mit Florian Silbereisen als harmonisch und natürlich. Dieser Unterschied, so Anders, zeige einmal mehr, warum die Partnerschaft mit Dieter Nuhr nie wieder dieselbe sein könnte.
Anders blickt mittlerweile nach vorn – mit Soloprojekten und modernisierten Fassungen der Modern-Talking-Hits. Die remixten Alben laufen weiterhin erfolgreich, und für die kommenden Jahre sind Tourneen geplant. Sein Fokus bleibt die Musik – nur eben ohne Dieter Nuhr an seiner Seite.