TU Braunschweig feiert Jubiläum mit Lichtkunst und bahnbrechenden Forschungsprojekten
Bekir KochTU Braunschweig feiert Jubiläum mit Lichtkunst und bahnbrechenden Forschungsprojekten
Die Technische Universität Braunschweig feiert ihr Jubiläum mit einer Mischung aus Festlichkeiten und Innovationen. Abends leuchtet das Haus der Wissenschaft in besonderen Farben, während Forscher:innen neue Projekte vorstellen – von Cybersicherheit für autonomes Fahren bis hin zu einem neuen Forschungsflugzeug aus Dresden.
Gleichzeitig sorgen lokale Initiativen wie die Stadtradeln-Aktion und ein Recycling-Netzwerk, das EU-weite Anerkennung findet, für lebendige Dynamik in der Stadt.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten der Universität begannen mit einem visuellen Spektakel: Der Videokünstler Christo.cc projizierte atemberaubende Bilder auf Gebäude der TU, die nun zusammen mit einer Botschaft von Präsidentin Anke Kaysser-Pyzalla auf YouTube zu sehen sind. Auch das Dach des Hauses der Wissenschaft wird bis Samstagabend um 21:30 Uhr täglich in Jubiläumsfarben illuminiert.
Am Donnerstag landete am Braunschweiger Forschungsflughafen ein neues Forschungsflugzeug vom Typ Cessna F406. Das Flugzeug soll laufende Studien der TU Braunschweig unterstützen, doch die genauen Einsatzgebiete bleiben vorerst ungeklärt.
Im Bereich Cybersicherheit erhielten Andreas Bär, Marvin Klingner und Professor Tim Fingscheidt den Best Paper Award für ihre Forschung. Ihr Algorithmus schützt autonome Fahrzeuge vor Hackerangriffen – ein zunehmend drängendes Thema angesichts des Fortschritts bei selbstfahrenden Technologien.
Darüber hinaus verkauft die Zentralstelle für Weiterbildung wiederverwendbare Community-Masken in verschiedenen Designs, jede für 8 Euro.
Am 30. August startet die Braunschweiger Stadtradeln-Challenge, bei der sich Interessierte bereits anmelden können. Die Teilnehmer:innen werden Kilometer sammeln, um nachhaltige Mobilität zu fördern.
Ein Innovationsnetzwerk namens Recycling 4.0 ist für den REGIOSTARS-Preis der EU nominiert. Das Projekt setzt auf digitale Werkzeuge, um Kreislaufwirtschaft zu stärken, und konkurriert in der Kategorie Nachhaltiges Wachstum.
Zwei Start-ups mit Bezug zur Universität machen von sich reden: Philip Heinisch und Katharina Ostaszewski gründeten ein Unternehmen, das Raumfahrttechnik für irdische Anwendungen adaptiert – unterstützt mit 100.000 Euro aus dem EXIST-Programm. Marcel Grabowski hingegen forscht im Rahmen des Graduiertenkollegs 2075 an der Früherkennung von Materialermüdung in Baustahl.
Das Jubiläum der TU Braunschweig zeigt, wie Tradition und zukunftsweisende Forschung hier Hand in Hand gehen. Projekte wie hackersichere Fahrzeugalgorithmen oder digitale Recycling-Netzwerke unterstreichen die Rolle der Universität bei der Gestaltung zukünftiger Technologien. Die Feierlichkeiten und öffentlichen Veranstaltungen dauern bis zum Wochenende an, während die Stadtradeln-Challenge Ende des Monats die Gemeinschaft einbindet.