03 March 2026, 21:07

TU Braunschweig kämpft um Zukunft ihrer Spitzenforschungscluster bis 2026

Ein kleines Flugzeugcockpit mit einem Sitz, Geschwindigkeitsmesser und anderen Gegenständen, das eine Straße und Gras außerhalb der Glasfenster zeigt.

TU Braunschweig kämpft um Zukunft ihrer Spitzenforschungscluster bis 2026

Zwei führende Forschungsprojekte der Technischen Universität Braunschweig bewerben sich um eine Verlängerung ihrer Förderung im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Beide Initiativen reichten am 22. August 2024 Antragsunterlagen für eine weitere siebenjährige Förderphase ein. Die Entscheidung wird bestimmen, ob sie ab dem 1. Januar 2026 weiterhin Teil des Programms bleiben.

Seit 2019 beherbergt die TU Braunschweig die Exzellenzcluster SE²A und QuantumFrontiers, die zu den ursprünglich 57 geförderten Clustern der ersten Runde zählen. Nun konkurrieren sie um einen Platz unter den bis zu 70 Exzellenzclustern, die in der zweiten Phase unterstützt werden sollen.

SE²A vereint rund 140 Wissenschaftler:innen mit dem Ziel, die Luftfahrt zu revolutionieren. Im Fokus stehen die Reduzierung des Energieverbrauchs von Flugzeugen, die Verringerung von Lärmemissionen sowie die Entwicklung intelligenterer Luftverkehrssysteme. Langfristig soll das Fliegen nachhaltiger und effizienter werden.

QuantumFrontiers lotet die Grenzen von Physik und Geodäsie aus. Durch hochpräzise Messungen an der Quantengrenze erforscht das Team grundlegende Fragestellungen und fördert gleichzeitig die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Beide Projekte legen besonderen Wert auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Bewältigung globaler Herausforderungen wie der Energiewende und Nachhaltigkeit.

Das Auswahlverfahren sieht vor, dass internationale Gutachtergremien die Anträge zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 bewerten. Die erfolgreichen Cluster werden am 22. Mai 2025 bekannt gegeben. Zu den zentralen Kriterien zählen interdisziplinäre Forschung, die Förderung junger Talente sowie Beiträge zur Lösung gesellschaftlich relevanter Themen.

Die Entscheidung wird die Zukunft beider Initiativen an der TU Braunschweig prägen. Bei einer Bewilligung erhalten sie ab 2026 weitere Mittel, um ihre Forschung auszubauen und ihre Wirkung zu verstärken. Andere Exzellenzcluster – etwa am KIT, in Jena, RESOLV und e-conversion – haben bereits eine Verlängerung für die nächste Phase gesichert.