Umstrittene AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Niedersachsen gegründet
Meryem DobesProteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen - Umstrittene AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Niedersachsen gegründet
Neue AfD-nahe Jugendorganisation in Niedersachsen gegründet – umstrittene Premiere
In Niedersachsen hat sich unter Kontroversen eine neue Jugendorganisation der AfD formiert. Generation Deutschland hielt ihre Gründungsversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab, während draußen Demonstranten protestierten. Die Gruppe steht bereits im Fokus der Sicherheitsbehörden – wegen ihrer Verbindungen in den rechtsextremen Bereich.
Die Veranstaltung fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, vor dem Veranstaltungsort versammelten sich rund 300 Protestierende. Im Inneren wurde der 28-jährige Bundestagsabgeordnete Micha Fehre zum Landesvorsitzenden gewählt. Er forderte, dass Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus abgeschoben werden müssten.
Der Landesvorstand der Organisation umfasst nun elf Mitglieder, darunter Patrick Schwarzer als stellvertretender Vorsitzender und Adrian Maxhuni als Beisitzer. Generation Deutschland expandiert bundesweit und hatte erst drei Wochen zuvor einen Ableger in Bremen eröffnet.
Sicherheitsbedenken gibt es wegen der personellen und ideologischen Überschneidungen zur Jungen Alternative, einer ehemaligen Jugendorganisation, die bereits als rechtsextrem eingestuft wurde. Auch das niedersächsische Landesamt für Verfassungsschutz stuft den hiesigen AfD-Landesverband als extremistisch ein. Bundesweit verzeichnete die Organisation bis November 2025 rund 2.000 Mitgliedschaftsanfragen, lokale Zahlen bleiben jedoch ungenannt.
Das Programm von Generation Deutschland in Niedersachsen setzt sich für familienfreundliche Politik, wettbewerbsfähige Wirtschaftskonditionen, eine Rückkehr zur Kernenergie sowie für Remigration ein.
Die Gründung der Organisation in Niedersachsen markiert einen weiteren Schritt der AfD, junge Wähler zu erreichen. Die Gruppe steht nun unter behördlicher Beobachtung – ihre Führung und Forderungen stoßen bereits auf öffentlichen Widerstand. Künftige Aktivitäten dürften von den Sicherheitsbehörden genau verfolgt werden.