Vier grenzüberschreitende Projekte in Niedersachsen erhalten 8,5 Millionen Euro EU-Förderung
Franz-Xaver OderwaldVier grenzüberschreitende Projekte in Niedersachsen erhalten 8,5 Millionen Euro EU-Förderung
Vier neue grenzüberschreitende Projekte wurden in Niedersachsen im Rahmen des Interreg A Deutschland-Niederlande-Programms genehmigt. Die Initiativen erhalten rund 7 Millionen Euro aus EU-Mitteln sowie weitere 1,5 Millionen Euro vom Land. Ministerin Melanie Walter betonte ihre Bedeutung für die europäische Zusammenarbeit und den Alltag in der Grenzregion.
Die neu bewilligten Vorhaben konzentrieren sich auf zentrale Themen wie digitale Transformation, Gesundheitsversorgung und nachhaltige Logistik. DIGITA(A)L-FLOW bietet gezielte digitale Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), darunter eine Best-Practice-Datenbank und grenzüberschreitenden Wissensaustausch. NeoVitAI zielt darauf ab, KI-Anwendungen in der Neonatologie einzuführen – unter Einhaltung hoher Sicherheits- und Ethikstandards.
Watts in Grass!? verwandelt grasreiche Abfallströme in nachhaltige Energie und hochwertige Produkte. Gleichzeitig arbeitet SCOBE an Lösungen, um strukturelle Engpässe in Binnenhäfen entlang der deutsch-niederländischen Grenze zu beseitigen. Die Projekte passen zu übergeordneten Zielen wie Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und sozialem Zusammenhalt in der Region Weser-Ems.
In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) förderte das Programm bereits 12 Projekte in Niedersachsen. Dazu gehörten Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Hochwasserschutz an der Ems, nachhaltige Mobilitätsvorhaben wie grenzüberschreitende Radwegenetze sowie Artenschutz in der Lüneburger Heide. Zwei Projekte widmeten sich zudem der regionalen Wirtschaftsförderung, darunter Innovationen in der Bioökonomie.
Das Gesamtbudget für alle bewilligten Vorhaben beläuft sich auf 14.663.988,84 Euro. Davon stammen 6.957.435,08 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), während Niedersachsen 1.446.322,94 Euro beisteuert. Das Interreg A Deutschland-Niederlande-Programm selbst verfügt über rund 225 Millionen Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen 2021 und 2027.
Die vier neuen Projekte werden die Bindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden weiter stärken und drängende regionale Herausforderungen angehen. Mit Unterstützung von EU und Land werden Innovationen in den Bereichen Digitalisierung, Gesundheitswesen und Nachhaltigkeit vorangetrieben. Die Initiativen sollen praktische Vorteile für Unternehmen, Gemeinden und die Umwelt in der Grenzregion bringen.