Volkswagen setzt trotz Krise auf Elektroauto-Innovationen und autonome Zukunft
Bekir KochVolkswagen setzt trotz Krise auf Elektroauto-Innovationen und autonome Zukunft
Volkswagen treibt trotz finanzieller Rückschläge die Entwicklung neuer Elektroauto-Technologien voran. Der Aktienkurs des Konzerns ist in diesem Jahr um fast 19 Prozent gefallen und schloss am Freitag bei 86,04 Euro. Gleichzeitig brachen die Autoexporte nach China auf 13,6 Milliarden Euro ein – weniger als die Hälfte des Werts von 2022.
Der Autobauer hat jedoch Fortschritte bei seiner nächsten Generation der Fahrzeugarchitektur erzielt: der zonenbasierten Fahrzeugplattform (SDV). Nach umfangreichen Dauerbelastungstests hat sich das System als zuverlässig erwiesen, insbesondere bei der Steuerung zentraler Funktionen wie Allradantrieb und Traktionskontrolle. Zudem vereinfacht es die Verkabelung und ermöglicht nahtlose Software-Updates per Funk.
Volkswagen plant, die SDV als Grundlage für künftige Elektromodelle in den westlichen Märkten zu nutzen. Eines der ersten Fahrzeuge auf Basis dieser Technologie wird der Škoda Epiq sein, ein kompakter elektrischer SUV, der im Herbst 2026 auf den Markt kommen soll.
Neben der Plattformentwicklung testet das Unternehmen auch autonomes Fahren unter Realbedingungen. Der Prototyp Gen.Urban – ein Modell ohne Lenkrad – wird derzeit im Stadtverkehr von Wolfsburg erprobt.
Um die Belegschaft in dieser Phase zu unterstützen, zahlt Volkswagen den Mitarbeitenden im Mai eine Prämie von 1.250 Euro.
Die SDV-Plattform ist nun serienreif und bietet fortschrittliche Steuersysteme bei gleichzeitig reduzierter Komplexität. Mit dem für 2026 geplanten Škoda Epiq will Volkswagen sein Elektroangebot ausbauen. Die Prämienzahlung und die laufenden Tests zum autonomen Fahren zeigen, wie der Konzern versucht, seine Position trotz Marktchallengen zu stabilisieren.






