Wasserkraft-Projekt "Rheinfelden 20plus" steht vor öffentlichen Anhörungen zu ökologischen Risiken
Franz-Xaver OderwaldWasserkraft-Projekt "Rheinfelden 20plus" steht vor öffentlichen Anhörungen zu ökologischen Risiken
Öffentliche Anhörungen zum Wasserkraftprojekt „Rheinfelden 20plus“ am 1. und 2. Juli 2026
Im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen finden am 1. und 2. Juli 2026 öffentliche Anhörungen zum Ausbau des Wasserkraftwerks Rheinfelden statt. Im Mittelpunkt stehen Pläne zur Steigerung der Stromerzeugung durch eine Vertiefung des Rheinbetts ober- und unterhalb der bestehenden Anlage. Anwohner, Unternehmen und lokale Behörden erhalten dabei Gelegenheit, ihre Bedenken und Einwände vorzubringen.
Das von der naturenergie hochrhein AG vorgeschlagene Vorhaben sieht vor, die Flusssohle des Rheins auf einer längeren Strecke auszubaggern, um den Wasserabfluss zu erhöhen und so die Leistung des Kraftwerks zu steigern. Die Bauarbeiten sollen etwa zweieinhalb Jahre dauern, wobei an den beiden Hauptbaustellen jeweils rund 35.000 Kubikmeter Fels abgetragen werden.
Für den Abtransport des Aushubmaterials sind temporäre Anlegestellen vorgesehen. Ein zentrales Thema der Diskussionen werden die ökologischen Auswirkungen auf den Oberrhein und angrenzende Gewässer sein. Zudem werden Stellungnahmen von betroffenen Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen aus der Region berücksichtigt.
Die Teilnahme an den Anhörungen ist Personen vorbehalten, die am rechtlichen Verfahren beteiligt sind. Besonders kritisch wird die geplante Vertiefung des Rheinbetts hinterfragt – mögliche Folgen für das Ökosystem stehen dabei im Fokus der Debatten.
Die Anhörungen bieten allen Beteiligten eine Plattform, um Nutzen und Risiken des Projekts zu bewerten. Die dort getroffenen Entscheidungen könnten die Zukunft der Wasserkraftnutzung in der Region maßgeblich prägen. Ob die geplanten Änderungen wie vorgesehen umgesetzt werden, wird sich am Ausgang des Verfahrens entscheiden.






