27 April 2026, 14:31

Wolfsangriff in Thüringen: Schafhirte verliert sechs Tiere in einer Nacht

Waldlandschaft mit einer Herde Schafe, die zwischen Bäumen und Pflanzen grasen, mit Text unten.

Wolfsangriff in Thüringen: Schafhirte verliert sechs Tiere in einer Nacht

Wolfsangriff in Urnshausen: Hirte erleidet schwere Verluste

Ein Wolfsangriff in Urnshausen hat einen örtlichen Schafhirten schwer getroffen. Am frühen Sonntagmorgen entdeckte der Schafmeister Egon Specht sechs tote Mutterschafe und zwei weitere mit schweren Bissverletzungen. Der Vorfall hat die Debatte über den Umgang mit Wölfen in Thüringens Landwirtschaftsregionen neu entfacht.

Specht fand die Tiere bei der Kontrolle seiner Herde in der Nähe von Urnshausen. Sechs Schafe waren tot, zwei weitere wiesen tiefe Bisswunden auf. Die Überlebenden benötigten tierärztliche Versorgung, doch der Schaden war bereits angerichtet.

Die Schafhirten meldeten den Angriff umgehend an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer an das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Beamte entnahmen Proben, um zu bestätigen, ob Wölfe die Verantwortlichen waren. Die Familie Specht jedoch hat kaum Zweifel – die Bissspuren seien ein klarer Beweis für einen Wolfsrudelangriff.

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Jedes verlorene Schaf steht für Jahre der Zucht und Investitionen. Der finanzielle Schlag ist beträchtlich und verstärkt die Frustration der Landwirte, die ohnehin schon mit Herausforderungen im Erhalt ihrer Herden kämpfen. Viele in der Region kritisieren, dass die aktuellen Gesetze den Nutztierschutz vor solchen Angriffen nicht ausreichend gewährleisten.

Örtliche Schafhalter betonen zudem ihre Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön. Ohne ihre Arbeit, warnen sie, könnte das kulturelle Erbe der Region verblassen. Nun fordern sie strengere Regelungen für den Umgang mit Wölfen, die als Bedrohung für ihre Existenzgrundlage gelten.

Der Angriff hat die Familie Specht mit weniger Tieren und steigenden Kosten zurückgelassen. Gleichzeitig wächst der Druck von Thüringer Nutztierhaltern auf klarere rechtliche Maßnahmen gegen Problemwölfe. Die Behörden ermitteln weiter, doch die Landwirte sagen: Sie könnten sich keine Wartezeit auf Lösungen leisten.

Quelle