Ärzte fordern radikale Alkohol-Reformen zum Schutz der Jugend in Deutschland
Franz-Xaver OderwaldÄrzte fordern radikale Alkohol-Reformen zum Schutz der Jugend in Deutschland
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf schärfere Alkoholgesetze in Deutschland. Ihr Vorschlag zielt auf den Jugendschutz und den Verkauf hochprozentiger Spirituosen in Alltagsgeschäften ab. Die Vereinigung argumentiert, dass strengere Regelungen die Gesundheitsrisiken für junge Menschen verringern würden.
Laut dem neuen Plan dürften 14- und 15-Jährige künftig weder Bier, Wein noch Sekt kaufen oder trinken – selbst mit elterlicher Erlaubnis nicht. Bisher erlaubt eine Ausnahme, dass sie diese Getränke unter Aufsicht konsumieren. Die Vereinigung warnt, dass frühes Trinken das Risiko für Suchterkrankungen und langfristige Schäden erhöht.
Supermärkte, Tankstellen und Kioske dürften zudem keine Spirituosen mehr verkaufen. Stattdessen sollten nur noch lizenzierte Fachgeschäfte hochprozentigen Alkohol anbieten. Die Vereinigung verweist auf internationale Studien, die zeigen, dass höhere Altersgrenzen und Verkaufsbeschränkungen den Alkoholkonsum von Jugendlichen reduzieren.
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg bezeichnet Alkohol als eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren in Deutschland. Sie warnt, dass die aktuellen Gesetze junge Menschen später im Leben sozialen und medizinischen Problemen aussetzen.
Die geplanten Änderungen würden den kontrollierten Alkoholkonsum für Jugendliche abschaffen und den Verkauf von Spirituosen auf Fachhändler beschränken. Befürworter betonen, dass diese Maßnahmen alkoholverbundene Schäden unter jungen Deutschen verringern würden. Nun wartet die Vereinigung auf eine Reaktion der Politiker zu den verschärften Vorschriften.






