Hertha BSC siegt trotz Unterzahl – 16-Jähriger stellt Torrekord auf
Hertha BSC Berlin erkämpft sich dramatischen Sieg gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga
In einem packenden Zweitligaspiel sicherte sich Hertha BSC Berlin einen hart umkämpften Sieg gegen Greuther Fürth. Das Spiel bot zudem einen historischen Moment: Der 16-jährige Kennet Eichhorn wurde mit seinem Tor zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der Liga.
Trotz fast einer gesamten Partie in Unterzahl behielt Hertha die Oberhand und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.
Frühe Rote Karte belastet Hertha Die Partie nahm für die Berliner früh eine ungünstige Wendung. Josip Brekalo sah in der 32. Minute die Rote Karte, sodass das Team fast eine Stunde mit nur zehn Spielern auskommen musste. Die Fürther drängten zwar vehement auf den Ausgleich, fanden aber lange keine Lücken in der Abwehr.
Eichhorn schreibt mit Traumtor Geschichte Doch dann drehte der junge Eichhorn das Spiel mit einer atemberaubenden Aktion: Mit einer geschickten Körperfinte ließ er Verteidiger Reno Münz ins Leere laufen und vollendete aus zehn Metern eiskalt. Sein Treffer – erzielt im Alter von 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen – unterbot den seit 1985 bestehenden Rekord von Gunther Reeg um ganze 52 Tage.
Herthas Widerstand wird belohnt Die Berliner zeigten Moral und bauten ihre Führung durch Michael Cuisance aus. Zwar gelang Noel Futkeu in der 88. Minute noch der Anschlusstreffer für Fürth, doch ein weiterer Ausgleich blieb aus – trotz mehrerer guter Chancen der Gäste.
Nach dem Spiel feierte Teamkollege Fabian Reese Eichhorn als den „Finte-König aus Brandenburg“ und prophezeite ihm eine glänzende Zukunft. Unterdessen verkündete Hertha den Abschied von fünf Spielern, darunter der langjährige Verteidiger Toni Leistner. Dieser zeigte sich zwar enttäuscht, bedankte sich aber für die gemeinsame Zeit beim Verein.
Rekordtor macht Eichhorn zum Transferkandidaten Eichhorns historischer Auftritt hat nun auch Top-Klubs aufmerksam werden lassen – ein Wechsel im Sommer gilt als wahrscheinlich. Herthas Sieg, trotz der personellen Unterlegenheit, unterstreicht die aktuelle Stärke des Teams. Nach den Abgängen mehrerer Routiniers steht für den Verein nun der Neuaufbau im Fokus.






