Durchbruch im ÖPNV: Neuer Tarifvertrag für Sachsen-Anhalts Nahverkehrsmitarbeiter
Franz-Xaver OderwaldDurchbruch im ÖPNV: Neuer Tarifvertrag für Sachsen-Anhalts Nahverkehrsmitarbeiter
Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt
Ein neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Sachsen-Anhalt ist unterzeichnet worden. Die Einigung wurde am 29. April 2026 finalisiert und gilt für Mitarbeiter kommunaler Verkehrsbetriebe in der gesamten Region. Ihr vorausgegangen waren wochenlange Verhandlungen, die nur knapp Streiks und Einschränkungen im Fahrbetrieb verhinderten.
Der Vertrag bringt für die Beschäftigten mehrere Verbesserungen mit sich. Nacht- und Sonntagszuschläge wurden erhöht. Bus- und Straßenbahnfahrer erhalten zudem bessere Regelungen für Ruhezeiten sowie planbarere Schichtlängen. Die Arbeitgeber sagten außerdem zu, ihre finanzielle Unterstützung für Mitarbeiter, die einen Führerschein erwerben, zu verdoppeln.
Auszubildende werden künftig nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt, was regelmäßige Anpassungen garantiert. Beschäftigte können einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln. Die Forderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wurde jedoch abgelehnt.
Beide Seiten bezeichneten das Ergebnis als schwierigen Kompromiss. Die Einigung verhindert Arbeitsniederlegungen, die den Berufsverkehr und öffentliche Dienstleistungen hätten lahmlegen können.
Die Vereinbarung sichert den Beschäftigten im Nahverkehr neue Leistungen zu und beugt gleichzeitig Arbeitskämpfen vor. Höhere Zuschläge, flexible Urlaubsoptionen und verbesserte Arbeitsbedingungen treten in Kürze in Kraft. Zudem sorgt der Tarifvertrag für Planungssicherheit bei Fahrgästen, die auf Busse und Straßenbahnen in Sachsen-Anhalt angewiesen sind.






