24 March 2026, 20:27

Göttinger Entsorgungsbetriebe senken CO₂-Ausstoß durch moderne Fahrzeugflotte

Plakat mit Text und Logo, auf dem "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" steht und für die Reduzierung von Treibhausgasen bis 2030 wirbt.

Göttinger Entsorgungsbetriebe senken CO₂-Ausstoß durch moderne Fahrzeugflotte

Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) reduziert CO₂-Fußabdruck durch Modernisierung der Fahrzeugflotte

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) unternehmen Schritte, um ihren CO₂-Ausstoß zu verringern, indem sie ihre Fahrzeugflotte modernisieren. Das Unternehmen hat alternative Kraftstoffe und Elektro-Lkw getestet, um die Emissionen zu senken. Erste Ergebnisse zeigen Fortschritte, auch wenn beim Umstieg von herkömmlichem Diesel noch Herausforderungen bestehen.

Als ersten Schritt stellte die GEB fast ihre gesamte Flotte von über 120 Fahrzeugen auf HVO100 um – einen biologisch basierten, synthetischen Diesel. Allein diese Maßnahme reduzierte den jährlichen CO₂-Ausstoß um etwa 1.800 Tonnen. Das Unternehmen betrachtet dies als eine Übergangslösung, während es nach langfristigen Alternativen sucht.

Neben synthetischen Kraftstoffen erprobte die GEB einen elektrischen Müllwagen unter realen Bedingungen. Das Fahrzeug bewährte sich sowohl bei sommerlicher Hitze als auch im Winter. Anwohner bemerkten den leiserem Betrieb, und Mitarbeiter berichteten von weniger Lärm und weniger Vibrationen im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen.

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Das Unternehmen setzt weiterhin auf Elektromobilität – allerdings nur, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Dennoch bleiben branchenweite Hürden bestehen: höhere Kosten, unklare Regulierungen und die begrenzte Verfügbarkeit fortschrittlicher Kraftstoffe wie Power-to-Liquid (PtL) bremsen den Fortschritt. Auch die Infrastruktur und wirtschaftliche Hindernisse verlangsamen die Einführung batteriebetriebener Alternativen.

Andere deutsche Unternehmen gehen ähnliche Wege. So stellte etwa die Autobus Oberbayern auf HVO100 um und spart dadurch jährlich rund 3.786 Tonnen CO₂ ein. Doch eine flächendeckende Einführung hängt davon ab, Kosten- und Versorgungsprobleme zu lösen.

Durch den Wechsel zu synthetischem Diesel und Elektro-Lkw hat die GEB bereits Emissionen eingespart und den Betrieb verbessert. Das Unternehmen bleibt der Dekarbonisierung verpflichtet und setzt auf eine Balance zwischen kurzfristigen Erfolgen und langfristigen Zielen. Weitere Fortschritte hängen von der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und branchenweiten Lösungen für Kosten- und Infrastrukturhürden ab.

Quelle