Vom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie ein Expat in Deutschland neu anfing
Meryem DobesVom Jobverlust zur Selbstständigkeit: Wie ein Expat in Deutschland neu anfing
Ein kanadischer Expat, der in Deutschland lebte, verlor 2025 während einer Welle von Unternehmensentlassungen seinen Job. Die betriebsbedingte Kündigung, ausgelöst durch Budgetkürzungen und strukturelle Änderungen, zwang ihn, sich in einem fremden Land mit unbekannten Systemen und Sprachbarrieren durch die Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Der Jobverlust kostete ihn nicht nur das Arbeitsvisum, sondern riss auch die Verbindungen zu einem internationalen Kollegennetzwerk ab. Um Halt zu finden, baute er sich einen strukturierten Tagesablauf auf – mit Stellenbewerbungen, dem Schreiben von Artikeln und einer Ausbildung zum Yogalehrer. Doch irgendwann waren die Arbeitslosenleistungen aufgebraucht, und er war auf freiberufliche Tätigkeiten sowie ein kleines Unternehmen als einzige Einnahmequellen angewiesen.
Angesichts der finanziellen Unsicherheit gründete er gemeinsam mit ehemaligen Kollegen ein Start-up im Bereich Datenwissenschaft. Das Unternehmen sicherte sich staatliche Fördergelder und eröffnete damit eine neue Perspektive. Parallel dazu erweiterten er und sein Mann ihr Imkereigeschäft und steigerten die Honigproduktion mit mehr Bienenstöcken als je zuvor.
Ein Jahr später begann sich das Leben wieder im Gleichgewicht zu anfühlen. Zwar waren Freiberuflichkeit und Selbstständigkeit weniger lukrativ als seine frühere Festanstellung, doch sie boten mehr Zeit für die Familie und persönliche Projekte.
Der Übergang von der Angestelltenexistenz in die Selbstständigkeit brachte nachhaltige Veränderungen mit sich. Eine Mischung aus freiberuflicher Arbeit, einem geförderten Start-up und dem wachsenden Imkereibetrieb ersetzte sein früheres Gehalt. Heute steht im Mittelpunkt seines Alltags die Flexibilität, die Familie und Projekte, die ihm wirklich am Herzen liegen.






